Elektromobilität

Jeder kennt es – man sitzt im Sommer im Café, die Jungs mit den Lederjacken starten ihre funkelnden Maschinen auf dem Parkplatz davor, ohrenbetäubender Lärm, Kraftstoff und Abgasgerüche und schon sind sie davon gebraust – für viele beeindruckend und bei einem Zweirad nicht wegzudenken.

Elektromobilität auf zwei Rädern – Erfolg ist nur eine Frage der Zeit

Doch das wird es in Zukunft wohl so nicht mehr geben. Im Wandel der Zeit, wo alternative Antriebskonzepte zum großen Thema bei namenhaften Automobilherstellern geworden sind, lässt sich der Elektroantrieb auch im 2-Rad-Bereich nicht mehr wegdenken.

Warum ist Elektromobilität im 2-Rad-Bereich noch nicht so publik wie im Automobilbereich?

Die Regierung hat die Automobilhersteller förmlich dazu verpflichtet, ein elektronisch angetriebenes Fahrzeug auf die Straßen zu bringen, koste es was es wolle. Durch erste Dieselfahrverbote in großen, deutschen Städten und immer strenger werdende Messverfahren zur Verringerung der Schadstoff- und CO2-Emissionen für neu zugelassene Fahrzeuge geht es nun Schlag auf Schlag. 

Zu den bisher auf dem Elektrofahrzeugmarkt etablierten Fahrzeugen von z.B. Toyota, Tesla oder BMW mischen sich nun auch elektro- oder hybridangetriebene Fahrzeuge anderer großer Hersteller wie z.B. Audi, Mercedes oder Volkswagen unter. Hinzu kommen noch völlig unbekannte, teils neu gegründete Hersteller wie z.B. E.go Mobil, Tazzari GL oder SonoMotors. 

Die Marktentwicklung schreitet in diesem Bereich so schnell voran wie selten zuvor, um dem jeweiligen Anspruch des Endverbrauchers gerecht zu werden und die Umwelt zu entlasten. 

Vorteile der Elektromobilität im Überblick – Top 5

Einige wichtige Punkte hängen dieser rasanten Entwicklung im Elektromobilitätsbereich hinterher. Die Kapazitäten und Flächenabdeckung der Ladestation ist absolut ausbaufähig, genauso das Reichweitenpotential und der Kaufpreis einiger bisher auf dem Markt zu erwerbenden Fahrzeuge. 

An diesem Punkt kommt die Elektromobilität auf zwei Rädern ins Spiel, die eine Vielzahl an Vorteilen bietet. 

Grundsätzlich lässt sich fast jedes elektrisch angetriebene 2 Rad an einer Standard Haushaltsteckdose aufladen, viele Akkus lassen sich hierzu sogar aus den jeweiligen Elektrorollern und E-Bikes entfernen. Somit kann z.B. nach der Fahrt zur Arbeit mit einem Elektroroller der Akku ganz gemütlich innerhalb von 5-8 Std. wieder vollständig für den Rückweg aufgeladen werden. 2 Stunden reichen aber meist um den Akku wieder mit 70% aufzuladen.

Tipp: Dieses regelmäßige Aufladen bei der Arbeitsstelle sollte aber unbedingt vorher mit dem Chef abgestimmt werden.

Vorteil 1: Die geringen Kosten

Im Schnitt entsteht bei dem Verbrauch eines Elektrorollers ein Kostenpunkt von 80 Cent pro 100 Kilometer Reichweite. Ein Standard Benzinroller verbraucht vergleichbar hierzu ca. 5 Euro pro 100 Kilometer. Hinzu kommen beim Benzinroller noch regelmäßige Wartungskosten für z.B. Öl- und Filterwechsel oder der Austausch der Zündkerze. Bei einem Elektroroller fallen diese Kosten komplett weg.

Vorteil 2: Kein PKW-Führerschein notwendig

Wer einen Elektroroller fahren möchte, braucht nicht extra einen gesonderten Elektroroller Führerschein. Bei einem Elektroroller bis 25 km/h, benötigt man mindestens einen Mofaführerschein. Elektroroller bis 45 km/h gelten als Kleinkraftrad, dafür ist Führerschein Klasse M oder Autoführerschein Klasse B erforderlich. Für schnellere Elektroroller braucht es den Motorradführerschein.

Vorteil 3: Parkplatz-Garantie

Durch die kompakte und leichte Bauform eines Elektrorollers ist der Fahrkomfort besonders im Stadtverkehr sehr angenehm und auch die lästige Parkplatzsuche hat ein Ende. 

Vorteil 4: Fahrspaß

Der Fahrspaß ist ebenfalls hervorzuheben, durch das verhältnismäßig geringe Gewicht – meist unter 100 Kilogramm samt Akkueinheit – sind Elektroroller sehr wendig und für jedermann geeignet. Die Beschleunigungszeit von 0-30 km/h beträgt im Schnitt zwischen 4-8 Sekunden und sollte spätestens jetzt auch die letzten eingefleischten Benzinrollerfahrer überzeugt haben. 

Vorteil 5: Immer mit dabei

Elektro-Tretroller auch genannt E-Scooter sind wendig, klein und leicht – hierdurch lassen sie sich sogar gut komplett in der U-Bahn, im Einkaufscenter oder zur nächsten Steckdose transportieren. Da auch der E-Scooter Markt immer stärker wächst, soll deshalb noch 2019 laut Bundesregierung eine neue Verordnung für die „Fahrzeugklasse der Elektrokleinstfahrzeuge“ in Kraft treten.